MZ. Montag 7. Juni 2010 Leserforum / Meinungen
Zu "Mibrag könnte Unterstützung verlieren", MZ vom 29. Mai
Die Mär vom Allgemeinwohl, die bislang als scheinheilige Erklärung für neue Tagebauvorhaben herhalten mussten, drot wegzurutschen. Was ich noch vermisst habe, ist der Brückenschlag zu zwei bekannten Tatsachen. Zum einem, dass die Mibrag 2009 einen Rekordgewinn verbucht hat und dies meines Wissens durch den unverständlichen Verzicht der Landesregierung auf Kohleförderungs- und Abwasserhebegebühren.
Zum anderen mangelt es am Brückenschlag zur Vision des Bundesumweltamtes, dass die vor uns liegende gewaltige Aufgabe des Paradigmenwechsels in der Energieversorgung, weg von fossilen Energieträgern und hin zu erneuerbaren Quellen, notwendig und machbar ist.
Dies stellt Tagebauneuaufschlüsse völlig in Frage.
Kurt-Ludwig Schornsheim, Starsiedel
Geschrieben am Montag, 07.Juni 2010 @ 22:36:57 CEST von matrix